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Mehr Kleidung bedeutet nicht automatisch mehr Möglichkeiten. Für ein Boudoir Shooting sind wenige, gut ausgewählte Teile oft viel sinnvoller als ein Koffer voller Outfits.

Warum du keine zwanzig kompletten Outfits für dein Boudoir Shooting brauchst

Vor einem Boudoir Shooting entsteht schnell die Frage, was man eigentlich alles mitbringen sollte. Und daraus wird nicht selten ein ziemlich großer Stapel Kleidung: mehrere Dessous-Sets, ein Kleid, ein Body, ein Hemd, vielleicht noch ein Morgenmantel – schließlich möchte man möglichst viele Möglichkeiten haben.

Tatsächlich brauchst du meistens deutlich weniger.


Ein Boudoir Shooting besteht nicht aus einer Reihe komplett voneinander getrennter Outfits. Ein einzelnes Kleidungsstück kann ganz unterschiedlich wirken, je nachdem, wie es getragen wird, wie du dich darin bewegst und wie das Licht darauf fällt. Ein Body kann einmal sehr körpernah fotografiert werden und später fast grafisch wirken. Ein Hemd kann geschlossen getragen werden, offen, über die Schultern gelegt oder nur beiläufig über den Körper fallen.


Weniger Kleidung, mehr Möglichkeiten

Deshalb würde ich nicht versuchen, möglichst viele komplette Looks zusammenzustellen. Viel interessanter ist eine kleine Auswahl, die unterschiedliche Materialien, Formen und Wirkungen mitbringt.

Etwas Schwarzes kann ruhig und reduziert wirken. Etwas Helles bringt einen anderen Kontrast ins Bild. Ein fließender Stoff bewegt sich anders als ein fester Body. Und manchmal ist es gerade ein sehr schlichtes Kleidungsstück, das auf einem Foto überraschend gut funktioniert.


Auch ganz alltägliche Dinge können dabei interessant sein. Ein weißes Hemd, ein Pullover, ein Morgenmantel oder ein Kleid müssen nicht speziell für ein Boudoir Shooting gekauft werden. Entscheidend ist nicht, ob etwas auf dem Kleiderbügel besonders spektakulär aussieht. Entscheidend ist, was daraus vor der Kamera entstehen kann.

Was tatsächlich fotografiert wird, entscheidet sich deshalb oft erst während des Shootings. Ich schaue darauf, wie ein Stoff fällt, welche Linien er am Körper erzeugt und wie er mit dem vorhandenen Licht funktioniert.


Du musst nicht schon vorher wissen, was am besten aussieht

Genau deshalb musst du vor dem Shooting auch nicht für jedes mögliche Bild das passende Outfit kennen. Das ist Teil meiner Aufgabe.


Manchmal funktioniert etwas ganz anders, als du es dir vorher vorgestellt hast. Ein Kleidungsstück, das dir im Alltag besonders gefällt, kann auf Fotos plötzlich zu viel Struktur haben. Ein schlichtes Hemd, das zunächst beinahe langweilig wirkt, kann dagegen genau die richtige Ruhe ins Bild bringen.


Bring deshalb lieber einige wenige Dinge mit, in denen du dich wohlfühlst und die unterschiedliche Möglichkeiten bieten. Wir können gemeinsam auswählen, was davon tatsächlich zum Bild passt.


Denn für gute Boudoirbilder braucht es nicht möglichst viele Kleidungsstücke.

Es braucht eine gute Auswahl, gutes Licht und den richtigen Moment.

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