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KLEIDUNG I BILDWIRKUNG

Ein Dessous kann im Spiegel wunderbar aussehen und auf einem Foto plötzlich ganz anders wirken. Der Grund liegt oft nicht im Kleidungsstück, sondern in Licht, Material und Perspektive.

Warum manche Dessous auf Fotos anders aussehen als im Spiegel

Stell dir vor: Du kaufst ein Dessous Set, ziehst es zu Hause an und denkst: Ja. Genau das. Im Spiegel sieht es großartig aus. Dann kommt das Foto. Und plötzlich wirkt der BH irgendwie anders.


Das passiert tatsächlich häufiger, als man denkt. Und es liegt nicht daran, dass das Dessous plötzlich seine Meinung geändert hat.

Ein Spiegel zeigt dir dein Outfit in einer vertrauten Situation. Du siehst dich in Bewegung, aus verschiedenen Winkeln und meistens nicht lange genug, um jede einzelne Stelle kritisch zu betrachten.

Ein Foto macht etwas völlig anderes. Es hält einen einzigen Moment fest.

Dazu kommen Licht, Material und Perspektive. Sie entscheiden mit darüber, wie ein Kleidungsstück später auf dem Bild wirkt.


Besonders bei Spitze kann das einen deutlichen Unterschied machen. Sehr feine Muster können auf einem Foto viel stärker wirken als im Spiegel. Manche Strukturen werden durch das Licht betont, andere verschwinden fast vollständig.

Auch glänzende Stoffe können überraschen. Satin sieht im echten Leben weich und elegant aus. Trifft direktes Licht darauf, entsteht plötzlich eine helle Fläche, die auf dem Foto wesentlich stärker auffällt.

Und dann ist da noch der Schnitt.

Ein BH kann im Spiegel perfekt sitzen und durch die Perspektive der Kamera plötzlich eine ganz andere Linie bekommen. Gerade bei bestimmten Cups, breiten Trägern oder sehr festen Materialien sieht man auf Bildern Dinge, die man vorher überhaupt nicht wahrgenommen hat.


Deshalb geht es bei einem Boudoir Shooting nicht darum, das vermeintlich perfekte Dessous zu finden.

Es geht darum, was fotografisch funktioniert.

Manchmal ist ein sehr schlichtes Set die bessere Wahl. Manchmal ein Body. Manchmal ein offenes Hemd. Und manchmal ist ein Dessous, das auf dem Kleiderbügel eher unspektakulär aussieht, auf Bildern plötzlich genau richtig.

Ich schaue beim Shooting deshalb nicht nur darauf, was jemand trägt. Mich interessiert, wie Stoff, Körper und Licht miteinander arbeiten.

Kleidung ist nicht einfach etwas, das man für das Shooting anzieht. Sie wird Teil der Bildidee.


Und genau da wird es spannend: Ein Kleidungsstück kann auf einem Foto eine völlig andere Aufgabe übernehmen als im Alltag.





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