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OUTDOOR I LICHT

Sonne klingt zunächst nach dem perfekten Wetter für ein Outdoor Shooting. Fotografisch ist Schatten aber oft viel spannender. Er kann Haut ruhiger wirken lassen, Formen betonen und einem Bild Tiefe geben.

Warum Schatten beim Outdoor Shooting genauso interessant sein kann wie Sonne

Wenn jemand an ein Outdoor Shooting denkt, stellt man sich schnell strahlenden Sonnenschein vor. Blauer Himmel, warmes Licht, eine schöne Landschaft. Klingt perfekt.

Fotografisch ist direkte Sonne allerdings nicht immer die beste Wahl.


Sie kann sehr hart sein. Auf der Haut entstehen starke Kontraste, Augen werden zusammengekniffen und kleine Schatten können plötzlich sehr deutlich sichtbar werden. Gleichzeitig können helle Flächen schnell überstrahlen, während andere Bereiche des Bildes sehr dunkel werden.


Schatten schafft dagegen Ruhe.

Unter einem Baum, neben einer Felswand oder im Schatten eines Gebäudes wird das Licht weicher und gleichmäßiger. Die Haut bekommt eine ruhigere Zeichnung und der Blick kann sich stärker auf Körper, Bewegung und Umgebung konzentrieren.

Besonders interessant wird Schatten, wenn er nicht einfach nur dafür sorgt, dass weniger Licht vorhanden ist. Er kann selbst Teil der Bildgestaltung werden.


Ein schmaler Streifen Sonne auf der Haut, während der restliche Körper im Schatten liegt, erzeugt beispielsweise eine ganz andere Wirkung als gleichmäßiges Licht. Auch die Struktur eines Felsens oder das Muster von Blättern kann Schatten auf den Körper werfen und dadurch Linien im Bild entstehen lassen.


Das muss nicht immer perfekt gleichmäßig aussehen.

Im Gegenteil.


Gerade kleine Unterschiede zwischen hell und dunkel können einem Foto Tiefe geben. Der Körper hebt sich von der Umgebung ab, ohne dass ich dafür künstliche Beleuchtung einsetzen muss.

Auch für Farbfotografien ist Schatten interessant. Die Farben wirken oft weniger grell und können dadurch miteinander ruhiger harmonieren. Warme Hauttöne, grünes Laub, beige Felsen oder ein helles Kleid bekommen eine ganz andere Wirkung, wenn das Licht nicht direkt auf alles trifft.


Deshalb suche ich bei einem Outdoor Shooting nicht automatisch die hellste Stelle.

Ich suche das Licht, das zum Bild passt.


Manchmal ist das warme Licht der tief stehenden Sonne. Manchmal ein heller Schattenplatz. Und manchmal genau die Stelle, an der beides aufeinandertreffen.

Schatten bedeutet also nicht, dass wir auf gutes Licht verzichten müssen.


Schatten ist Licht.

Nur etwas anders verteilt.


Und genau diese Unterschiede machen Outdoor Fotografie so interessant.

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